Lifestyle

Kale & Jacky – Saft Kur

Ja auch ich lasse mich immer von irgendwelchen Trends und Hypes anstecken. Und da war ich nun mit meinen Saftflaschen von Kale&Me.

Vorab noch immer Witze mit Timo gemacht, was ich für eine schlechte Laune haben werde und dass ich das sowieso nicht schaffe und dass er sich spätestens am dritten Tag ganz viele leckere Sachen kochen würde, weil wir auch noch eine Wette eingegangen sind. Dazu später mehr.

Aber fangen wir mal vorne an:

Tag 1:

Ein Dienstag. Top motiviert. Flasche 1 schmeckte super. Ich liebe Ananas. Also kein Problem. Dann fing ich schon an die Minuten zwischen dem ersten und zweiten und dem zweiten und dritten Saft zu zählen. Ich hatte Hunger und wollte unbedingt Kaffee trinken. Ich als absoluter und bekennender Kaffee-Junkie hatte dann richtig schlimme Kopfschmerzen, sodass ich mich nach der dritten Flasche erstmal eine Stunde schlafen gelegt habe. Hätten Casper und ich an diesem Tag nicht das Shooting mit der wundervollen Vanessa (@vaansity) gehabt, wäre ich wahrscheinlich gar nicht mehr aufgestanden. Ich hab mich echt kraftlos gefühlt, mir war außerordentlich kalt (ja mir ist immer kalt #TeamFrostbeule, aber nicht so …) und diese Kopfschmerzen waren richtig schlimm. Das Shooting war aber eine super Ablenkung, sodass ich dann den vierten Saft auch viel später als nach zwei Stunden erst getrunken habe. Anschließend ging es dann ins Fitnessstudio. Leider habe ich auch hier deutlich gemerkt, dass mir die Kraft fehlt. Anschließend gab es noch den sechsten und mit Abstand leckersten Saft. Mandelgeschmack. Mmmhh …

Und ja, wer aufmerksam gelesen hat: Saft 5 fehlt. Ich hätte den einfach nicht mehr runterbekommen.

Ich war dann auch schon völlig kraftlos vom Training um 20 Uhr im Bett und hab über 10 Stunden geschlafen. Allerdings auch davon geträumt, dass ich heimlich ein Snickers gegessen habe. Total crazy erster Tag.

Ach ja, Timo hat an dem Tag natürlich erstmal Apfelstrudel gebacken und Pasta mit extra viel Käse gegesssen. Wer kann da widerstehen?

 

Tag 2: 

Top fit und ausgeschlafen, aber mit deutlich weniger Motivation hab ich um 9 Uhr den ersten Saft getrunken. Und wieder nur verlangen nach Kaffee gehabt. Die Kopfschmerzen waren deutlich weniger, aber die Heizung in meinem Home-Office den ganzen Tag auf 5 gestellt. Kalte Hände und schlechte Laune. Um halbelf hab ich Timo geschrieben, ob er einkaufen geht, weil ich dringend Kaffee oder Essen brauche. Meine Konzentration war auf dem Nullpunkt. Vielleicht sogar da drunter. Den zweiten Saft dann auch noch runtergekippt und gegen 13 Uhr endlich eine Tasse Kaffee getrunken. Es tat soooo gut. Während Timo dann Pasta und Brot gegessen hat, bin ich dann auch mal in die Küche gestürmt und hab verkündet, dass ich aufgebe. Ein abosluter Mariah Carey Diva Auftritt. Zu diesem Zeitpunkt war der dritte Saft auch schon längst überfällig. Aber ich konnte einfach nicht. Also den wieder wortwörtlich in de Kühlschrank geschmissen.

Magenknurren hallte durch mein Office. Ich konnte nur an Essen denken. Inzwischen war es halbvier nachmittags und der ständige innere Kampf zwischen aufgeben oder weitermachen wurde immer schlimmer. Saft trinken oder einfach nur Wasser? Oder noch mehr Kaffee? Ich hab alles in Frage gestellt. Macht das überhaupt noch Sinn? Was bringt mir das? Geht’s mir wirklich besser?

Meine Laune war unterirdisch. Ich habe viele böse Dinge gesagt und Timo hat es alles einfach weggesteckt. Ich war DIE Zicke überhaupt. Hysterisch wurden Türen geknallt. Wie ein pubertierender Teenager habe ich mich aufgeführt. 😀

Um halbfünf habe ich mit meiner Schwester telefoniert und den vierten Saft runtergewürgt. „Du siehst gar nicht gut aus!“ Noch ein paar aufmunternde Worte von ihr und dann ging es wieder ins Fitnessstudio. Ich liebe den Sport und bin nach den letzten traurigen schwierigen Wochen endlich wieder in meinem Rhythmus drin. Ich wollte nicht pausieren. Konnte nicht. Aber erneut musste ich feststellen, dass es ein Fehler war. Danach noch den AmyAlmond getrunken und ab ins Bett. Richtig Saft Nummer 5 fehlte auch. Ich war müde, erschöpft. Und konnte dennoch vor lauter Hunger nicht schlafen. Wieder mit meiner Schwester telefoniert. „Ziehst du das jetzt durch?“ Selbstbewusst  antwortete ich: Ich denke schon. Ich hab jetzt zwei Tage geschafft. Mir geht’s nicht gut. Aber diesen einen Tag schaffe ich auch noch!

Sie stimmte mir zu. Ich hatte die Motivation. Nur noch ein einziger Tag. Das schaffst du Jacky!

Gegen halbelf kam Timo vom Training zurück und schaute mich ganz besorgt an: Du siehst gar nicht gut aus, Schatz. Ich muss dazu sagen, Timo sagt mir jeden Tag, ich bin die schönste Frau der Welt. Auch an meinen schlechtesten Tagen. Ja, sein Humor ist Weltklasse. 😀 Haha. Er war richtig in Sorge und meinte sofort, dass ich morgen wieder was essen muss. Ich stimmte zu. Ein Teil von mir freute sich: jaaaaa endlich wieder Essen. Der andere Teil war enttäuscht. Jacky und aufgeben. Das passt nicht. Das habe ich noch nie gemacht. Aber ich musste einsehen, dass es so nicht weiterging. Ja, ich habe nicht alle sechs Säfte wie vorgegeben getrunken. Einfach weil ich sie trotz bestem Willen nicht runterbekommen habe. Und dann wollte ich nicht aufs Training verzichten. Ja, wahrscheinlich hätte ich diesen letzten Tag auch noch geschafft. Die Frage ist nur: zu welchem Preis?

Ich hatte mit Timo und meiner Schwester ein super Support-Team. Ich hatte auch die Disziplin und den Willen. Aber wenn dir dein Körper signalisiert, dass es reicht, muss man eben die Konsequenzen ziehen.

Ich hatte die Nacht auch richtig schlecht geschlafen. Immer wieder mit Kopfschmerzen aufgewacht und nur darauf gewartet, dass Casper sich meldet und wir an die frische Luft gehen können. Aber am schlimmstern war das Kältegefühl. Heizung auf 5. Zwei Decken und Socken an. Und ich finde Socken im Bett sooooooooo eklig.

 

Tag 3:

Back to the routine. Ich habe den Tag mit Kaffee gestartet. Und endlich ein Käsebrötchen gegessen. Ich konnte mich endlich wieder richtig konzentrieren. Keine Kopfschmerzen mehr. Und so gaaaanz langsam hat auch das Kältegefühl nachgelassen. Timo war wieder glücklich: du siehst schon viel besser aus jetzt …

Und mir ging es wirklich schnell besser. Ich konnte mich die letzten zwei Tage selbst nicht leiden. Wie ich mich aufgeführt habe, war nicht zu akzeptieren. Ich bin kein gemeiner Mensch. Und so will ich auch nicht sein. Ich hätte direkt das Quoten-Highlight bei Germanys Next Topmodel werden können. Mariah Carey und ihre Diva-Allüren waren nichts gegen mein Verhalten. Für Timo muss ich mir noch eine gute Entschädigung ausdenken. Vielleicht gibt es einen Apfelkuchen. 😉 Ich glaube, die Nachbarn sind auch happy, dass ich nicht mehr zig mal am Tag die Küchentür zu schlagen werden.

 

Fazit: 

Macht derartige Kuren nur, wenn ihr so Säfte und Smoothies auch wirklich mögt. Ich bin echt kein Safttrinker wie ich wieder feststellen musste. Umgebt euch mit einem tollen Support-Team, die auch auf euch achten. Die sagen, wann es genug ist. Und die euch so sehr lieben, dass sie euch die schlechte Laune und hysterischen Anfälle nicht übel nehmen, sondern mit einem Schmunzeln einfach wegstecken. Ich liebe Essen und ich liebe Sport. Auf beides zu verzichten, hätte ich nicht geschafft. Ihr werdet nicht die Energie haben, um eine Stunde Cardio zu machen. Nicht mal eine halbe. Konzentration hatte ich auch keine. Ob das jetzt letztendlich nur auf die Saftkur oder den extremen Kaffee-Entzug zurückzuführen ist, weiß ich nicht. Nice try, aber nochmal werde ich das nicht versuchen. Truth be told. Was ich allerdings aus der Kur mitgenommen habe, ist zu unterscheiden, wann ich wirklich satt oder hungrig bin und wenn es nur Appetit ist. Ich bin absolutes Opfer von emotionalem Essen. Vielleicht habe ich das jetzt auch besser im Griff. We will see. 🙂

 

Die Wette: 

Die Wette war übrigens, dass Timo sich die Haare blond färbt, falls ich es schaffe. Mal sehen, ob ich ihn noch dazu bringe. Was meint ihr? 😀

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.