Montagmorgen. 6:45 Uhr. Regen. Es war wieder eine sehr unruhige Nacht mit Casper, der noch immer so aufgeregt nachts über das Parkett tapst. Jetzt schlafen noch alle. Aber heute ist ein aufregender Tag. Die Küche wird geliefert. Und das riesige Sofa. Und der Internetanschluss wird freigeschaltet. So viele Dinge, auf die ich mich freue. So viele Dinge, denen wir in den letzten Wochen entgegen gefiebert haben. Und ich? Ich wünschte, ich könnte all das meinem Daddy erzählen. Ich hab ihm immer alles erzählt. Wenn ich mich gefreut habe, hat er sich mindestens zweimal so sehr gefreut. Wenn ich geweint habe, wusste er immer das richtige zu sagen, damit es mir besser geht. Zweifel? Manchmal klappt eben nicht immer alles sofort, Jacky. Kopf hoch! Jetlag, Fernweh, Heimweh, Trauer, Fragen über das Leben … mein Daddy wusste auf alles eine Antwort. Immer.

In den letzten Wochen und Monaten ist mir, ist uns so viel Gutes passiert und ich weiß, dass er es weiß, aber ich möchte mit ihm darüber reden. Es ihm erzählen. Meine Freude mit ihm teilen. Mit ihm jeden Schritt besprechen. Aber … es bleibt nur Stille. Und Casper und Timo, die mich in solchen Momenten immer wieder zum Lachen bringen. Mich vergessen lassen, was fehlt und auf das konzentrieren, was da ist. Eine Umarmung, Kopfküsse, ein unlustiger Witz und Casper, der sich auf meinen Bauch legt.

One of those days

Heute ist ein aufregender Tag. Ein neuer Tag in unserem neuen Zuhause. Essen, das war ein Kapitel für sich … Die Freude über den Umzug war für uns alle riesig. Auch wenn wir nur eine Stadt weiter, nach Bottrop, gezogen sind. Unser Zuhause ist so viel schöner, größer und wir fühlen uns einfach nur wohl. Auch, wenn das Chaos noch überwiegt. Aber jeden Tag wird’s ein bisschen besser. Und mit meinem Daddy, mit dem rede ich immer noch. Und weil ich genau weiß, was er heute zu mir gesagt hätte, überwiegt am Ende des Tages immer die Freude. Immer.

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